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Wow Wee 4031 – RC Dragonfly im Test

Auch für die überzeugten Silverlit-Puristen kann es sich hin und wieder lohnen, mal über den Tellerrand hinauszublicken und die Fluggeräte anderer Hersteller auszutesten. Mit dem Wowwee-Dragonfly haben wir uns mal an einen echten Exoten rangewagt.

Das Ding hat ja in der Vergangenheit einige überzeugte Fans gefunden, gilt allerdings auch als “gefürchtet” für seine unberechenbaren Flugeigenschaften. Für unsreren Test wählten wir das Modell 4031 mit grünen Augen… mit rund 40 € bewegt es sich preislich in etwa in der selben Kategorie wie ein PicooZ.

Erster Eindruck:
Boah, ist der Groß! Wenn man die Wasserjungfer bisher nur aus Videos kennt und eher mini-Helis gewohnt ist, unterschätzt man leicht die Ausmaße des Wowwee-Insekts. Allerdings macht das ganze auch einen recht stabilen Eindruck – die Flügel sind sehr flexibel und wirken nicht so, als würden sie auseinanderfallen, wenn man sie nur mal schräg anschaut.
Cool ist im Übrigen auch der Gamepad-artige “Controller”. Der damit verbundene Eindruck, als würde sich unser fliegender Freund so simpel wie im Videospiel steuern lassen, erweist sich aber als komplett daneben… aber dazu später mehr…

Erster Flug (Indoor):
Hä…? Wie jetzt…? Was soll der Knopf…? Und was passiert, wenn ich hier drücke…? Kurzum: bei den ersten Versuchen im Wohnzimmer “fällt” das Insekt mehr, als dass es fliegt, und lässt den Piloten recht ratlos dreinschauen. Auch die folgenden Indoor-Versuche lassen uns immer mehr um das Material bangen, deswegen verlagern wir unsere Flugstunde nach draußen auf die Wiese, wo unsere Libelle, soviel sei vorweggenommen, deutlich besser aufgehoben ist.

Erster Flug (Outdoor):
Auch hier dauert es eine weile, bis man irgendwie so annähernd ein Gefühl für die Flugeigenschaften des Wowwee-Geräts bekommt. An präzise Manöver ist noch nicht zu denken, das Hauptaugenmerk liegt eher darauf, das Ding überhaupt in der Luft zu halten, was schon schwer genug ist. Außerdem hat man das Problem, dass man in der Tat aufpassen muss, dass einem der Dragonfly nicht allzu leicht “entfleucht” – er hat nämlich die Tendenz, verglichen mit Picooz sehr schnell und weit zu fliegen. Hier braucht man wirklich jede Menge Geduld, um das Teil nicht irgendwann entnervt im grünen Gras liegen zu lassen.

Robustheit:
Hier fällt erstmal die Möglichkeit auf, die Flügel des Dragonfly auszutauschen, wenn man ihn doch mal zu schnell mit einem Baumstamm oder einer Häuserfassade verheiratet hat. In unsrem Test war dies jedoch gar nicht nötig – dass dennoch in der Standart-Ausführung schon ein extra-Paar mitgeliefert wird, ist überaus spendabel! Der “Korpus” der Libelle war im Übrigen auch bei größeren Stürzen nicht klein zu kriegen.

Langzeitspaß:
Wenn man die Frustphase erstmal hinter sich gelassen hat, wird man feststellen, dass gerade der Ehrgeiz, das Ding zu beherrschen, einen immer weiter vorrantreibt. Und wenn erstmal die ersten halbwegs kontrollierten Flüge zustande kommen, bringt das Erfolgserlebnis einen erneuten Motivasschub mit sich, der fast schon in Sucht ausarten kann. Klar, filigrane Kunstücke werden mit dem Dragonfly auch von Profihand nicht zu erwarten sein… Und das Versprechen der Hersteller, das Gerät sei indoor-Tauglich, ist beinahe schon als blanke Lüge zu bezeichnen, es sei denn, man wohnt in einer leerstehenden Lagerhalle. Aber wer seinen Heli schon im Schlaf bedienen kann, und eine neue Herausforderung sucht, der wird mit der Libelle vielleicht einige schöne Stunden erleben. Auf keinen Fall ist der Dragonfly aber für kleinere Kinder geeignet – obwohl Verpackung und Design unfairerweise fast schon darauf schließen lassen, sondern eher für fortgeschrittene und unerschütterliche RC-Piloten.

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