In der Berliner Deutschlandhalle fand am 19. Februar 1938 eine Veranstaltung statt, die heute wahrscheinlich jedem Sicherheits-Ingenieur einen Nervenzusammenbruch bescheren würde. Damals wurde ein praktisch unerprobter neuartiger Helikopter – konstruiert von dem deutschen Luftfahrtpionier Heinrich Focke – vor tausenden Zuschauern in der großen Halle gestartet.
Heute sind Vorführungen von nicht erprobten Prototypen in geschlossenen Hallen nicht mehr erlaubt. Deutschland und Frankreich sind derzeit führend im Hubschrauberbau. Das deutsch-französisch-spanische Unternehmen Eurocopter, eine hundertprozentige Tochter des Europäischen Luft- und Raumfahrt-Konzerns EADS (European Aeronautics Defense and Space Company) liegt ganz vorn. Bisher hat das Unternehmen etwa 10.000 Hubschrauber in 140 Länder verkauft. Der Konzern mit einem Jahresumsatz von etwa fünf Millionen Euro will nun eine technische Glanzleistung realisieren. In seiner Bedeutung ist sie vergleichbar mit dem Ereignis von 1938 in der Berliner Deutschlandhalle. Eurocopter baut einen Hybrid-Helikopter, der hundertprozentig elektrisch startet und landet. Ein einzigartiger Zweitakt-Dieselmotor ist auch mit an Bord. Der Helikopter soll in fünf Jahren flugfertig sein. Damit wird Eurocopter einen Meilenstein in der Hubschrauber-Entwicklung setzen. Das Unternehmen tritt nun mit einem technisch revolutionären Hubschrauber-Konzept an, das das Heli-Fliegen in Zukunft billiger, umweltfreundlicher und auch sicherer machen wird. Das Herzstück der neuen Flugmaschine wird ein völlig neuer Antrieb sein.
Weitere ausführliche Informationen gibt es im Artikel der Zeit.
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