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E-Flite Blade MCX im Test

E-FlightAus dem kleinen Städchen Champaign in Illinois kommt ein Mini-Heli angeflogen. Er stammt von der Entwicklerfirma E-Flite. Der Blade MCX ist ein echtes Prachtstück und wird sicherlich in vielen Büros dieser Welt für neidische Blicke sorgen.

Erster Eindruck:

Etwas größer als der Klassiker von Silverlit, nämlich mit einer Spannweite von ca 20cm, steht unser quietschgelber RC-Heli vor mir auf den Schreibtisch und unterzieht sich meinen strengen Blicken. Im Gegensatz zum PicooZ gewährt der MCX Einblicke ins Innenleben – die Außenverkleidung ist nur vorderseitig angebracht. Und so macht der Blade, auch in Verbindung mit dem geringen Gewicht von nur 28 Gramm einen durchweg „filigranen Eindruck – ob sich das negativ auf die Robustheit auswirkt, bleibt abzuwarten.

Neben dem stabil wirkenden, aber leicht klobigen Sender, der leicht an einen Game-Controller erinnert, ist außerdem eine extra Ladestation für den Akku enthalten. Dieser ist nämlich auswechselbar – spontan gesehen eine verdammt gute Idee! Die 4 Extra-Batterien, die man dafür mit einplanen muss, sind in der Pakung sogar enthalten…

Unser Testkandidat ist, so versichert der Hersteller, der weltweit kleinste ko-axiale Indoor-Hubschrauber. Was genau das bedeutet, zeigt ein Blick auf’s Heck des MCX – da werden PicooZ-Piloten nämlich einen Rotor vermissen. Dieser ist nämlich direkt über den Hauptrotoren in einer Achse angebracht – dies soll die Stabilität deutlich fördern. Ich bin gespannt, ob dieses Versprechen gehalten wird. Aber da der Heli komplett fertig montiert angeliefert wird, lässt sich das ja gleich austesten…

Erster Flug:

Etwas länger als beim Picooz muss man warten, bis der Akku seine volle Ladung aufgesogen hat, nämlich ca. 35 Minuten. Doch schon gleich nach dem ersten Hochziehen des Schubreglers zeigt sich, dass sich das Warten mehr als gelohnt hat – verzeiht mir den Vergleich, aber die Flugeigenschaften des MCX sind stabil wie eine Morgenlatte. Kein Trudeln oder wildes drehen stört hier, der Profi ist regelrecht enttäuscht, dass er nichts nachjustieren darf – der E-Flight-Heli steht in der Luft wie eine 1. Und auch danach weiß das Fluggerät aus dem mittleren Westen nicht nur zu überzeugen, sondern schlichtweg zu begeistern: zum ersten Mal hat selbst ein Anfänger von Anfang an das Gefühl, einen Indoor-Heli wirklich zu steuern, anstatt ihn legiglich beherrschen zu müssen. Wo beim Picooz die ersten Gehversuche der meisten Piloten zwangsweise mit Abstürzen geendet sind, muss man sich hier schon fast bemühen, um mal eine Bruchlandung hinzubekommen. Denn selbst nach dem Loslassen der Regler gleitet der Blade MCX sanft zu boden und landet meist sicher. Die 4-Kanal-Steuerung macht sich durch die Möglichkeit bemerkbar, den Heli nicht nur um die eigene Achse zu drehen, sondern auch nach links oder rechts schweben zu lassen – Videospieler kennen dieses Manöver als „strafing“. Da allerdings wohl niemand schon nach den 7-8 Minuten Flugzeit seinem Heli eine Ruhepause gönnen möchte, kommt die Möglichkeit, einfach einen neuen Akku einzusetzen wie gerufen! Außerem erhöht das natürlich massiv die Halbwertszeit des E-Flight-Hubis, wobei wir schon beim nächsten Thema wären:

Robustheit:

Bei einem solch edlen Gerät ist die Wertschätzung natürlich viel zu groß, um die Grenzen der Belastbarkeit voll auszureizen. Allerdings überstand mein Testkandidat diverse Zusammenstöße mit Möbelstücken ohne Beanstandung. Sollte doch mal etwas passieren, so ist praktisch jedes Bauteil des MCX auf der E-Flight-Homepage nachbestellbar und mit etwas Geschick selbst einsetzbar – vorbildlich, wie ich finde!

Langzeitspaß:

Wenn man dem Blade MCX überhaupt irgendwas vorwerfen kann, dann höchstens die Tatsache, dass er für erfahrene Piloten fast ein bisschen zu wenig Herausforderung bietet – auch Kunsstücke wie Pirouetten und Rückwärtsflug sind schnell erlernt. Ist man allerdings kreativ, lässt man etwa mehrere E-Flight-Helis gegeneinander antreten (was durch die 2.4 GHz DSM2-Übertragungstechnologie interferrenzfrei auch über größere Distanzen möglich ist) oder misst man die eigenen Flugkünste in einem Parcour, so ist sind dem Spaßfaktor wahrlich keine Grenzen gesetzt!

Fazit:

Auch wenn der hohe Preis von ca. 120€ den einen oder anderen abschrecken mag – der Blade MCX verdient meine uneingeschränkte Empfehlung! Insbesondere für Anfänger, die die Steuerung eines ferngesteuerten Hubschraubers erlernen wollen, ohne zu viel Schrott zu produzieren, lohnt sich diese Investition. Bleibt noch anzumerken, dass der MCX auch in einer Version ohne Fernbedienung erhältlich ist, falls man schon einen DSM2-tauglichen Sender sein Eigen nennt. So oder so ist man mit dem E-Flight-Heli in der Königsklasse der Indoor-Fliegerei angekommen! Ein Prost auf die Damen und Herren aus Champagn, Illinois!

Note: 1

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One Comment

  1. Michael sagt:

    Klingt super! Ein Superspielzeug für Erwachsene! ich meine, dass jeder ein solches braucht, um seinen Alltag ein bisschen zum Positiven zu verändern. :)

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